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Fakten

Der Bedarf an neuen Ideen aus der Bielefelder Denkwerkstatt ist groß:

Intensive Lerneinheiten wechseln mit Selbstlernphasen abEinrichtungen und Unternehmen in den sozialen Dienstleistungsbereichen stehen vor großen Herausforderungen bei der Gewinnung qualifizierten Personals. Immerhin wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bis zum Jahr 2020 von derzeit 2,25 Millionen auf voraussichtlich 2,9 Millionen ansteigen -  die Nachfrage nach Pflegearbeitskräften dürfte also von derzeit 561.000 auf bis zu 900.000 im Jahr 2020 steigen. Derzeit wird jedoch davon ausgegangen, dass die Zahl der Pflegekräfte lediglich um 30 Prozent bis 2050 steigt – die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers schätzt, dass bis 2030 annähernd 500.000 Fachkräfte alleine in der Pflege fehlen werden.

Um diesen Fachkräftebedarf zu decken, müssen neue Wege in die Hochschulen geebnet werden, um Mitarbeitende besser qualifizieren und neue Kollegen für soziale Berufe zu begeistern. Bereits jetzt gibt es ein großes Fort- und Weiterbildungsangebot, doch die akademische Qualifizierung vieler sozialer Berufe findet erst seit kurzem statt. Das vielfach geforderte “lebenslange Lernen” lässt sich noch nicht in “Credit Points” für einen Bachelor oder Master umrechnen. Verbindliche Regelungen und einheitliche Wege für die regelhafte Anerkennung von formalen und beruflich erworbenen Kompetenzen fehlen bislang – hier setzt das Projekt “Offene Hochschulen” an: Die bestehenden Weiterbildungsangebote, berufliche Praxis und akademische Studiengänge sollen systematisch verzahnt werden.